Der Fingerdruck

Shiatsu, gerne auch als «Kunst der achtsamen Berührung» gesehen, wurzelt in der traditionellen chinesischen Medizin TCM. Die Therapieform, die aus dem Japanischen übersetzt «Fingerdruck» bedeutet, gilt unter anderem als besonders wirksam im Bereich der Prävention und Gesunderhaltung, da Disharmonien früh erkannt und behandelt werden können. Sie verfolgt das Ziel, Menschen mehr Bewusstsein über sich selbst und ihren Körper zu vermitteln.

 

Warum Shiatsu in Anspruch nehmen?

Gesundheit ist ein bewegliches, ein in sich rege veränderndes Gleichgewicht, in dem die Lebenskraft, die Lebensenergie (Ki, Qi, Chi) einen ungehinderten Fluss anstrebt. Stressiger Alltag, falsche Bewegungen, Krankheit, Unfall oder auch emotional bewegende Lebensabschnitte können diesen gleichmässigen Fluss stören, beeinträchtigen und somit die Selbstregulierungsmechanismen behindern. Shiatsu eignet sich deshalb als Therapieform, weil sie den Menschen als ganzheitlich betrachtet – als Einheit von Körper, Geist und Seele, dessen Leben von ständigen Wandlungsprozessen geprägt ist.

 

Shiatsu bietet die Möglichkeit und den Raum, sich selbst und seinen eigenen Körper bewusster und nachhaltiger wahrzunehmen. Dabei werden Fähigkeiten mobilisiert und hervorgerufen, welche die persönliche, kraftspendende Lebensenergie und den eigenen «inneren Arzt» unsere Selbstheilungskräfte anregen, auffrischen oder wiederfinden.

 

Bei welchen Beschwerden kann Shiatsu hilfreich sein?

Erste Anzeichen einer Disbalance können beispielsweise Verspannungs- und Kopfschmerzen, Verdauungs- und Schlafstörungen oder mental bedrückende Verstimmungen sein.

Shiatsu kann als alleinige Therapieform, aber auch in Begleitung zur Schul- und Alternativmedizin angewendet werden. Dies gilt sowohl für physische Beschwerden, akute als auch chronische und psychische Belastungen. 

Erfahren Sie mehr über die Anwendungsgebiete

 

Wie läuft eine Therapiestunde ab?

Zu Beginn der Sitzung wird in einem Gespräch stets der Grund des Kommens geklärt.

 

Während der eigentlichen Behandlung, welche auf dem bequem bekleideten Körper auf dem Futon statt findet, übt die Shiatsutherapeutin ausgehend von ihrer Mitte über ihre Finger, Handballen, Ellenbogen, Knie und Füsse gezielten Druck auf die Energieleitbahnen (Meridiane) aus. Nebst dem sanften und doch sehr tiefgreifenden, präzisen Druck, Dehnungs- und Rotationsbewegungen und einem begleitenden Gespräch, ermöglicht die Therapeutin ihrem Gegenüber das Gewahrwerden seines Körpers und seiner selbst. Durch die damit gewonnene Selbstwahrnehmung können sich neue Sicht- und Handlungswege auftun, welche Blockaden zu lösen vermögen.

 

Ein kurzes Nachgespräch sowie ein gemeinsamer Austausch runden die Zusammenkunft ab.

 

Sehen Sie sich hier einen Kurzfilm über Shiatsu an.